Smarte UI – Lösungen für die Autonome Logistik von T-Systems Autonomous Logistics / T-Systems
Die Autonomous Logistics Lösung von T-Systems transformiert Logistik-Prozesse durch den gezielten Einsatz innovativer Technologien. Kernstück ist die Digitalisierung der Intralogistik mittels Autonomer Mobiler Roboter (AMR) sowie deren nahtlose Steuerung und Integration in offene Logistikplattformen. Aus der langjährigen Forschungskollaboration gingen vielfältige analoge und digitale Lösungen hervor. Dazu zählen das Logo und das visuelle Erscheinungsbild der Fahrzeugflotte ebenso wie fundierte Anwendungsszenarien und ein ganzheitliches Designsystem. Entwickelt wurden eine Studie zur Leitwarte und zum gezielten manuellen Betrieb der AMR, ein Konzept zur Teleoperation sowie ein HMI für das Flottenmanagement. Komplexe autonome Abläufe wurden dabei nutzerzentriert aufbereitet und transparent wie auch effizient visualisiert.
Herausforderung und Einsatz
Als Forschungs- und Entwicklungsprojekt war Autonomous Logistics von Beginn an durch einen bewusst offenen Rahmen geprägt. Produktumfang, Funktionen und Ergebnisse waren zu Projektstart nicht vollständig definiert, sondern entwickelten sich iterativ im Laufe der Arbeit. Diese Offenheit wirkte sich unmittelbar auf Konzeption und Gestaltung aus und stellte besondere Anforderungen an eine UX- und UI-Strategie, die nicht auf feste Annahmen, sondern auf Wandel ausgelegt sein musste. Gleichzeitig erforderte das System die Berücksichtigung sehr unterschiedlicher Nutzungsszenarien: vom Teleoperating-Arbeitsplatz über Monitoring- und Management-Interfaces bis hin zur manuellen Steuerung einzelner Fahrzeuge.
Die jeweiligen Anwendungen unterschieden sich deutlich in Informationsdichte, Interaktionslogik und sicherheitsrelevanten Anforderungen, mussten jedoch in einem konsistenten Gesamtsystem zusammengeführt werden. Diese Komplexität wurde durch die dynamische Entwicklung des Projekts weiter verstärkt. Anforderungen und Ideen veränderten sich kontinuierlich, neue technische Möglichkeiten – etwa der Übergang vom LTE- zum 5G-Netzwerk – verschoben bestehende Rahmenbedingungen, und mit der Integration zusätzlicher Robotertypen wuchsen die Flotten stetig. Vor diesem Hintergrund wurde eine flexible und skalierbare Gestaltungsstrategie notwendig, die nicht nur auf den aktuellen Stand reagierte, sondern mit dem System und seinen Anforderungen mitwachsen konnte.
Teleoperation und manueller Betrieb von AMRs
Im Projekt wurden Konzepte und Prototypen für die Teleoperation sowie den manuellen Betrieb autonomer mobiler Roboter entwickelt und erprobt. Über das Campusnetzwerk entstand eine Fernsteuerung, die eine präzise Bedienung der Fahrzeuge aus der Distanz erlaubte und zugleich realitätsnahe Nutzungsszenarien ermöglichte. Die in diesen Tests gewonnenen Erkenntnisse flossen unmittelbar in die Weiterentwicklung der Bedienlogik ein und trugen maßgeblich zur Verbesserung der Usability bei.
Darauf aufbauend wurden Studien für eine Leitwarte durchgeführt, die auf eine teilautonome Fahrzeugbegleitung ausgerichtet waren. Im Mittelpunkt stand dabei das Zusammenspiel von autonomem Fahrbetrieb und gezielten manuellen Eingriffen, etwa wenn besondere Situationen oder sicherheitskritische Manöver dies erforderten. Typische Anwendungsszenarien umfassten unter anderem das ferngesteuerte Be- und Entladen der Fahrzeuge, während die Fahrten zwischen definierten Übergabepunkten autonom erfolgten und so ein effizienter und kontrollierbarer Betriebsablauf entstand.
Flottenmanagement über das HMI
Die Überwachung, Organisation und das Management autonomer AMR erfolgen zentral über das HMI, das als integrative Schnittstelle alle relevanten Betriebs-, Status- und Umgebungsdaten der Fahrzeuge zusammenführt. Durch eine kontextbezogene und übersichtliche Aufbereitung dieser Informationen wird eine effiziente Koordination der gesamten Flotte ermöglicht. So lassen sich nicht nur laufende Transporte verfolgen, sondern auch Fahrzeugzustände bewerten und potenzielle Störungen frühzeitig erkennen.
Gerade vor dem Hintergrund der hohen Komplexität und Dynamik autonomer Logistiksysteme kommt der Gestaltung des Interfaces eine besondere Bedeutung zu. Eine klar aufgebaute Informationshierarchie, eine intuitive Bedienlogik und eine konsistent strukturierte Navigation sind entscheidend dafür, dass Nutzer:innen relevante Informationen schnell erfassen, Situationen korrekt einschätzen und auch in kritischen Momenten sichere, fundierte Entscheidungen treffen können.
Klare Strukturen für zentrales Management
Das HMI führt alle relevanten Informationen in einer zentralen Benutzeroberfläche zusammen und schafft so eine gemeinsame Sicht auf Logistikbereiche, Fahrzeugflotten, Routen und Aufträge. Durch eine klar strukturierte und konsistente Visualisierung werden Zusammenhänge schnell erfassbar und die Orientierung im System erleichtert. Modulare Ansichten und skalierbare UI-Komponenten ermöglichen dabei ein effizientes Flotten- und Prozessmanagement und sorgen zugleich dafür, dass sich das Interface flexibel an unterschiedliche Einsatzszenarien sowie an bestehende Systemlandschaften anpassen lässt.